top of page
Pigini_125.jpg

Über

Nico Gutu denkt das Akkordeon nicht in Gegensätzen, sondern als offenen Möglichkeitsraum. Er ist ein Künstler, der Virtuosität, Improvisation und konzeptionelles Denken selbstverständlich miteinander verbindet.

Seine Begeisterung für die Musik wurde früh durch das Akkordeon seines Großvaters geweckt. Nach ersten Erfolgen wurde Nico Gutu am Musikkollegium Moldawiens in zwei Fächern Akkordeon und Dirigat aufgenommen. Gleichzeitig sein wachsendes Interesse an klassischer Musik führten ihn zunächst nach Weimar, wo er Akkordeon studierte.

Schon früh suchte Nico jedoch über die Grenzen des Repertoires hinaus. Mit einem Stipendium setzte er seine Studien in Frankreich und Italien fort, vertiefte seine improvisatorische Praxis und entwickelte die stilistische Offenheit, die heute sein Spiel prägt. Nach dem erfolgreichen Studienabschluss ging er 2019 einen deutschlandweit bedeutenden Schritt: Als einziger Akkordeonist nahm er ein Studium für Jazz und improvisierte Musik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover auf.

Auf internationalen Bühnen machte Nico Gutu schnell auf sich aufmerksam. Er ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe, unter anderem den 1. Preis beim Deutschen Akkordeonmusikpreis sowie 2018 den DAAD-Preis. Besondere Resonanz erhielt er als Solist mit dem Orchestra della Calabria, beim „Heidelberger Frühling“ und beim Beethovenfest, solo in der Berliner Philharmonie sowie bei zahlreichen Konzerten in über 20 Ländern weltweit. Sein Wissen gibt er an den musikalischen Nachwuchs weiter, durch Meisterkurse, Workshops und seine Tätigkeit als Juror bei internationalen Wettbewerben.

Als Akkordeonist arbeitete er unter anderem mit herausragenden MusikerInnenpersönlichkeiten wie Sharon Kam, Corinna Eikmeier oder Daniel Garcia. Ebenso wichtig waren interdisziplinäre Kooperationen etwa mit dem kanadischen Théâtre à Tempo, dem Theater der Bundesstadt Bonn  sowie die Zusammenarbeit mit Musiker:innen großer Orchestern wie der WDR oder NDR Radiophilharmonie.

Nico Gutu versteht sich nicht nur als Interpret. Innovativ entwickelt er eigene Konzertformate, in denen er auch als Dramaturg und Regisseur tätig ist. Sein Performance Pace mia Terra wurde 2025 beim OheFestival (bei München) uraufgeführt, während das Werk Parcul von der Philharmonie Banatul Timișoara in Rumänien beauftragt wurde. Ausgangspunkt ist dabei stets ein erweitertes Verständnis von „Klassik“ und „Konzert“. 

Nico hinterfragt tradierte Konzertästhetiken und verbindet sie mit zeitgenössischen Spielformen, Narrationen und Räumen.

Balg oder Knöpfe, Klassik oder Zeitgenössisches

Mit seiner Arbeit zwischen Tradition und Experiment, Bühne und Konzept behauptet Nico Gutu eine eigenständige Position im aktuellen Musikleben, getragen von künstlerischer Offenheit, internationaler Erfahrung und dem Mut, vertraute Formate neu zu denken.

bottom of page